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Nachrichten zu Therapien und Ergebnissen zum Thema Tinnitus

Tinnitus – ein kleiner Überblick

Ohrgeräusche! Nahezu jeder Mensch hat sie schon einmal erlebt: Es pfeift, brummt, summt oder zischt für einige Sekunden oder Minuten im Ohr. Dann verschwindet das Geräusch wieder. Dieses Phänomen ist völlig normal. Anders verhält es sich, wenn das Ohrgeräusch, auch Ohrensausen oder Ohrenklingeln genannt, anhaltend oder immer wieder über einen längeren Zeitraum wahrgenommen wird. In diesen Fällen spricht man medizinisch von einem Tinnitus (lat. „tinnire“ = klingeln, klimpern oder schellen). Der lateinische Name in der Medizin ist Tinnitus aurium = Klingeln im Ohr.

Prinzipiell kann sich ein Tinnitus in jedem Lebensalter entwickeln, tendenziell aber vermehrt mit zunehmendem Alter. So sind die meisten Betroffenen beim ersten Auftreten zwischen 40 und 50 Jahre alt. Allerdings: Je lärmintensiver die Freizeitaktivitäten (Konzerte, Clubs, MP3-Player), desto größer das Risiko für einen Tinnitus auch in jüngeren Jahren.

Grundsätzlich unterschieden wird zwischen zwei Arten von Tinnitus:

Der objektive Tinnitus

Der objektive Tinnitus kann von anderen Menschen gehört und medizinisch messbar gemacht werden. Es handelt sich hierbei um Strömungsgeräusche von Blutgefäßen durch Verengungen (pulsierendes Geräusch) oder klickende Töne, die durch unwillkürlich zuckende Bewegungen der Muskulatur im Mittelohr oder Gaumen entstehen. Andere Ursachen können Herzklappenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), eine offene Tube oder ein gutartiger Tumor im Bereich der Kopfschlagader (Glomustumor) sein

Der subjektive Tinnitus

Der subjektive Tinnitus wird nur von dem Betroffenen selbst gehört. Seine Entstehung ist bislang nicht vollständig erklärbar. Es scheint multiple Ursachen zu geben – Fachleute gehen zum einen davon aus, dass geschädigte Haarzellen oder fehlgeschaltete Nervenbahnen falsche Signale an das Hirn weitergeben. Eine andere Störungsquelle kann direkt im Hörzentrum entstanden sein, so dass die übermittelten Informationen des Hörnervs richtig ankommen, aber falsch verarbeitet werden.

Für eine eventuelle Behandlung ist zunächst die zeitliche Differenzierung wichtig: Von der akuten Phase (akuter Tinnitus) spricht man in den ersten drei Monaten nach dem Auftreten der ersten Ohrgeräusche, danach handelt es sich um einen chronischen Tinnitus. Teilweise wird auch für den Zeitraum von 3 bis 12 Monaten von einem subakuten Tinnitus gesprochen.

Tinnitus Therapie

Im Tinnituszentrum Eppendorf bieten wir Patienten mit einem chronischen subjektiven Tinnitus Tinnitusbewältigungstraining an. Inhalte dieses Trainings sind zum einen eine ausführliche Psychoedukation zu den aktuellen wissenschaftlichen Hypothesen zur Entstehung eines Tinnitus sowie zu Zusammenhängen mit Stress. Darüber hinaus lernen Betroffene gezielte Übungen zur Aufmerksamkeits- und Wahrnehmungslenkung und Entspannungstechniken. Weiterhin geht es um eine Förderung der Akzeptanzhaltung und Umgang mit stressverschärfenden, negativen Gedanken.

Was wir in unserem Tinnituszentrum Eppendorf für Sie tun können, klären wir gern in einem unverbindlichen Vorgespräch. Hierfür vereinbaren Sie bitte einen Termin über das Sekretariat.